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Böhtlingk O. Sur la publication d’une édition critique de l’Urvasia, drame sanscrit de Calidasa, par M. Bollensen. (Lu le 17 janvier 1845.) // Bulletin de la Classe historico-philologique de l’Académie impériale des sciences de St.-Pétersbourg. Tome deuxième. St.-Pétersbourg: Imprimerie de l’Académie Impériale des Sciences, [1844]–1845. № 22 (46), col. 349–350.


Die Klasse wird sich vielleicht noch erinnern, dass der verstorbene Lenz seine ganze Thätigkeit in Paris und London fast ausschliesslich dem Studium der neuern Indischen Dialekte widmete. Die nächste Veranlassung dazu bot ihm seine Bearbeitung der Vikramorvaçi, die eine grössere Mannigfaltigkeit von Provincial-Sprachen, als die meisten ändern Dramen, enthält. Lenz konnte, da ihm kein anderes Material, als die Calcuttaer Ausgabe der Vikramorvaçi zu Gebote stand, bei allen seinen gediegenen Kenntnissen und bei seinem grossen Scharfsinne keine Ausgabe liefern, die den Ansprüchen der Kritik hätte genügen können. Im Apparatus criticus gab er zwar, um dem nächsten Bedürfnisse zu genügen, die wichtigsten Varianten, behielt sich indessen vor, in Kurzem eine vollständig umgearbeitete neue Ausgabe des Drama’s zu veranstalten, woran er aber leider durch den Tod verhindert wurde.

Ich brauche wohl kaum zu bemerken, dass das Drama mit die ergiebigste Quelle für Erforschung der staatlichen, bürgerlichen und häuslichen Verhältnisse eines Volkes ist. Das Indische Drama gewinnt für uns noch eine höhere Bedeutung in philologischer Hinsicht, weil wir hier erst die ungebundene Rede im Sanskrit und die ältesten Denkmäler der Volkssprachen Indiens in ihrer ganzen Mannigfaltigkeit kennen lernen. Aus diesem Grunde fasste ich, als nach meiner Ankunft hierselbst der Akademiker E. Lenz den ganzen handschriftlichen Nachlass seines verstorbenen Bruders der Akademie zu freiem Gebrauch übergab, den Gedanken, mich einer Arbeit zu unterziehen, die zu vollenden meinem Vorgänger nicht gegönnt war; sah aber zugleich dabei ein, dass ich dadurch den Gang meiner bisher geführten Studien auf eine längere Zeit hätte unterbrechen müssen. Es konnte mir daher nur erwünscht sein, als mein ehemaliger Lehrer im Sanskrit, der Herr Dr. Bollensen, Adjunkt-Professor am pädagogischen Institute hierselbst, sich bereit erklärte, diese Arbeit zu übernehmen.

Nach zweijährigen ununterbrochenen Bemühungen ist Herr Bollensen zum erwünschten Ziele gelangt. Das Manuscript, das ich hier der Klasse vorzulegen die Ehre habe, enthält den kritisch gesichteten Text, eine Deutsche Uebersetzung, die treu und zugleich verständlich ist, die Varietas scripturae und endlich kritische und erklärende Anmerkungen. Aus voller Ueberzeuguug spreche ich meine Meinung über das vorliegende Werk dahin aus, dass es allen billigen Anforderungen, die man heut zu Tage an den Herausgeber eines Drama’s stellen darf, entspreche; und ich ersuche daher die Klasse, genehmigen zu wollen, dass dasselbe auf Kosten der Akademie gedruckt werde, und der Herausgeber für seine Mühe 25 Freiexemplare erhalte. Die Akademie wird sich durch diese Veröffentlichung des Nachlasses eines ihrer ehemaligen Mitglieder, das durch sie zu seiner Zeit auf das Freigebigste in eben diesen Studien unterstützt wurde, den Dank aller Sanskrit-Freunde erwerben.

St. Petersburg, den 17/29 Januar 1845.

O. Böhtlingk

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