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van Ess J. Der Eine und das Andere. Beobachtungen an islamischen häresiographischen Texten. Bd. I-II. Berlin/New York, De Gruyter 2011. (Studien zur Geschichte und Kultur des islamischen Orients. Beihefte zur Zeitschrift „Der Islam“. Neue Folge. Band 23)


Des Büchermachens ist bekanntlich kein Ende. Aber als der „Prediger“ vor mehr als zwei Jahrtausenden sich so vernehmen ließ (Eccl. 12. 12), konnte er nicht ahnen, welche Ausmaße diese Beschäftigung annehmen würde und mit welchen Folgen man sich heute herumschlagen muß. Denn nicht nur „macht das viele Studieren den Leib müde“; das nimmt man im Alter gerne in Kauf. Vielmehr muß man auch viele technische Dinge sich aneignen, die man in späteren Jahren nur mühsam lernt und die einem in besseren Zeiten von dienstbaren Geistern abgenommen wurden. Vor allem aber ist weniger denn je zu erkennen, wie und ob überhaupt Geschriebenes „rezipiert“ wird. Das hat etwas mit der Sprache zu tun, in der man publiziert, aber auch mit der schieren Masse des Veröffentlichten, die auf den Markt kommt. Denn wissenschaftliche Literatur zeichnet sich in zunehmendem Maße dadurch aus, daß sie zwar zitiert, aber kaum je gelesen wird. Die Abrufbarkeit im Internet leistet diesem Trend erheblichen Vorschub.

Nun ist selbst ein Zitat nicht zu verschmähen; in höher entwickelten Disziplinen werden Zitate ja sogar gezählt. Herbeigooglen läßt sich diese Art der Beachtung allerdings nur dann, wenn bereits aus dem Titel einer Veröffentlichung ersichtlich ist, worum es in ihr geht. Letzteres gilt, wie mir nur allzu bewußt ist, im vorliegenden Fall nicht unbedingt. Denn ich folge hier noch dem bisher geübten Brauch, wonach ein Titel aus zwei Teilen zu bestehen habe: einem Obertitel, der wie die Verpackung eines Geschenkes nichts über den Inhalt verrät, und einem Untertitel, in dem das große Versprechen auf seine realen Dimensionen zurückgenommen wird. Darum sei vorab gesagt: Dieses Buch handelt weniger von dem „Ändern“ als von der „Häresiographie“. Nur daß der Begriff „Häresiographie“ zu eng ist und an manchen Stellen sogar falsch; gewählt wurde er nur, weil er sich eingebürgert hat und auch in anderen europäischen Sprachen gebraucht wird. Rudolf Strothmann hatte stattdessen von „Konfessionskunde“ gesprochen; das ist wesentlich besser. Aber auch dies würde strengem begrifflichem Reglement erst entsprechen, wenn es zu „religions- und konfessions- kundliche Literatur“ erweitert würde. Das schien mir zu umständlich; ich wollte mich nicht dem allgegenwärtigen Verdacht aussetzen, daß Geisteswissenschaftler nur „Worte machen“. Vielleicht wäre es am ehrlichsten gewesen, von „meinen Quellen“ zu reden. Denn ich habe mich ein Leben lang mit dieser Literatur beschäftigt, wie ein Philologe es nun einmal tut, und möchte jetzt, nachdem ich sie erst einmal genug ausgewertet habe, klarstellen, was von den jeweiligen Texten im einzelnen zu erwarten ist. Auch Texte ehrt man nämlich am ehesten, indem man sie nicht bloß nach dem Register zitiert...

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